Samstag, 28. Oktober 2017

Baustelle Stadt



Alles paletti in Kamenz?



Seit den Ereignissen, die Egon Krenz als  Wende bezeichnet hatte, schrumpft unsere Stadt. Von einstmals fast 20 000 Einwohnern in der heutigen „Kernstadt“ sind reichlich 15 000 geblieben: NACH Eingemeindung von Zschornau-Schiedel, Deutsch Baselitz, Lückersdorf und Bernbruch!!! Jedes Jahr verliert die Stadt etwa 200 Bürger. Darüber kann auch das Hurra-Geschrei nicht täuschen, das über die Stagnation 2015 und den erstmaligen Zuzugsüberschuss von etwa 50 Bürgern veranstaltet wurde. Die Zuzugsadresse sollte ziemlich treffsicher vermutet werden können.
 
Mit der Austrocknung der Einwohnerschaft in unserer Stadt sind auch die Geschäfte und das Leben in der Innenstadt ausgetrocknet. Wenn man junge Leute fragt, was ihnen in Kamenz fehlt, erhält man meistens die Antwort, es sei zu wenig „los“ in Kamenz, es gäbe zu wenig für die Freizeitgestaltung, es fehle an attraktiven Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt und an jugendgemäßen kulturellen Angeboten. Dazu kann man stehen, wie man will, es sind aber die Gründe, aus denen sich junge Menschen aus ihrer Stadt eher wegsehnen als zu ihr hingezogen fühlen. Wir müssen sie ernst nehmen!



Die 15000 ist nämlich eine magische Grenze: Unterschreitet die Einwohnerzahl diese Grenze, verliert Kamenz seinen Status als Mittelzentrum – mit dramatischen Folgen für die Stadt: Krankenhaus, Kulturelle Einrichtungen, Sporteinrichtungen, Verkehrsanbindungen, weiterführende Schulen (z.B. Gymnasium), der Platz der Stadt in der Rangliste bei Investitionsentscheidungen von Land und Bund und anderes stehen dann in Frage. 

Steht Kamenz trotz des Geschehens am Ochsenberg in der Krise?

Wie ich das sehe - morgen !

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