Dienstag, 6. September 2016

Der Stadtrat Kamenz entscheidet am 21. September zum Bestattungswald in der Oberlausitz!

Der Einwohnerantrag „Für einen Bestattungs-wald im Stadtwald Kamenz“ wurde am 13. Januar 2015 von der Bürgerinitiative an den Oberbürgermeister Roland Dantz übergeben.

Nach langer Prüfung und Diskussion entscheidet der Stadtrat Kamenz am 21.09.2016 über das Konzept für Naturbestattungen im Raum Kamenz.

Die Bestätigung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass der Gemeinderat der Gemeinde Haselbachtal einen Grundsatzbeschluss zur Übernahme der Trägerschaft des Bestattungswaldes fasst. Das Ausschreibungsverfahren zur Bestellung des Verwalters soll im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 erfolgen.

Wir freuen uns, dass die Stadt Kamenz und die Gemeinde Haselbachtal eine gemeinsame Lösung für das Einrichten und Betreiben eines Bestattungswaldes gefunden haben. Nach eingehender Überprüfung aller vorhandenen Stadtwaldflächen wurde die Fläche auf der Gemarkung Reichenau MS (Gemeinde Haselbachtal) als geeignet identifiziert.

Pro Hektar Bestattungswald werden ca. 100 Bäume als Bestattungsbäume ausgewählt und ca. 75 Baumverkäufe pro Jahr abgeschlossen. Die ausgewiesenen Flächen 1 (Gräfenhainer Str. mit 11 ha) und Fläche 2 (Keulenbergweg mit 10 ha) wären bei angenommenen linearen Verlauf der Nachfrage nach ca. 28 Jahren erschöpft. Deshalb empfiehlt es sich, die Umbaumaßnahmen der Fläche 3 unterhalb des Hubrigberges durchzuführen. Mit dieser Maßnahme entsteht langfristig ein artenreicher Laub- und Mischwald.

Die Fraktion DIE LINKE unterstützt dieses Bestattungswald-Konzept und wirbt dafür, dass die anderen Fraktionen im Stadtrat diesem Anliegen vieler Einwohner/innen nach einer naturnahen Waldbestattung zustimmen. 

920 Einwohnerinnen und Einwohner haben den Einwohnerantrag „Für einen Bestattungswald im Stadtwald Kamenz“ im Herbst 2014 unterschrieben. Ein machbares Konzept für die Naturbestattungen im Raum Kamenz liegt seit März 2016 den Stadträten vor. Nach langer Diskussion verständigten sich die Stadträte in den Ausschüssen als Kompromissvariante für das Pachtmodell.


Mit der Umsetzung des Konzeptes für Naturbestattungen im Raum Kamenz schaffen wir in der Oberlausitz ein zusätzliches Angebot für die Menschen, die ihre letzte Ruhe im Wald finden wollen. Wir bitten die Kamenzer Stadträte den Bürgerwillen jetzt umzusetzen!

"Es ist auch Aufgabe der christlichen Kirchen, den Wunsch mancher Menschen nach einem naturnahen Begräbnis zu verstehen und Trauernden auch in diesem Zusammenhang seelsorgerische Begleitung anzubieten." (Superintendent Hans Hentschel; evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Bratsche)

Wir laden die Bürger/innen zur öffentlichen Stadtratssitzung am 21.September, ab 17 Uhr in den Ratssaal Kamenz herzlich ein und bitten um zahlreiches Erscheinen, damit der Bürgerwille respektiert wird. 

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