Samstag, 19. Dezember 2015

34 Millionen Euro werden in Schulstandort Kamenz fließen!


Bis 2020 soll das Gymnasium in die Innenstadt ziehen

Nach jahrelanger Diskussion um die Zukunft der Schulstandorte in Kamenz steht nun der große Wurf bevor. Insgesamt 34 Millionen Euro, davon rund 23 Millionen Euro aus Fördertöpfen, sollen bis 2019 in die Große Kreisstadt fließen.

Die Pläne sind gemacht, die wichtigen Fördermittel sind zugesagt: Das Kamenzer Lessing-Gymnasium soll langfristig wieder an seinen alten Standort an der Henselstraße zurückkehren. Dazu sollen dort die Voraussetzungen für ein dreizügiges Gymnasium geschaffen werden. Das bedeutet: Der leer stehende Gebäudekomplex wird zunächst saniert, anschließend soll es einen Anbau geben.

Zunächst geht es darum, den Altbau wieder zu sanieren. Dort gilt es unter anderem, Brandschutzvorgaben umzusetzen, ohne die das Gebäude nicht genutzt werden darf. Zudem muss es auch behindertengerecht sein. Die Kosten dafür liegen laut Kreisverwaltung bei etwa sieben Millionen Euro. Der Anbau auf dem Gelände des Altbaus in Innenstadtnähe soll weitere zehn Millionen Euro kosten. Ziel ist, alle Bauarbeiten bis Ende 2019 fertig zu haben.

Möglich geworden ist diese Lösung erst durch die Ankündigung des Freistaates Sachsen, seine Hauptverwaltung des Sächsischen Informationsdienstes Dresden (SID) und ein IT-Schulungszentrum in Kamenz anzusiedeln. Dafür wird das zurzeit noch vom Lessing-Gymnasium genutzte Schweitzer-haus in der Nähe des Flugplatzes genutzt. Ohne Nachnutzung dieses Gebäudes, das dem Landkreis gehört, hatte es keine Lösung für die Schulfrage gegeben, weil der Landkreis ein funktionsfähiges Gebäude nicht einfach hätte leerstehen lassen können. 

Die Kreisverwaltung erhofft sich einen Erlös von etwa 6,5 Millionen Euro, die der Freistaat für das Areal zahlen soll. Noch ist jedoch völlig unklar, wie viel das Schweitzerhaus wert ist. Das war am Rande des jüngsten Kreistags herausgekommen.

Ein weiterer Part im Schulumbau in Kamenz ist die Sanierung der 2. Oberschule in der Saarstraße. Dort ist eine Komplettsanierung von 2017 bis Februar 2019 avisiert. Die geplanten Kosten: 10,1 Millionen Euro.

Zudem soll eine neue Zwei-Feld-Sporthalle in Kamenz entstehen. Offen ist noch, ob sie am Jahnsportplatz oder im Bereich Henselstraße gebaut wird. Dafür sind 5,45 Millionen Euro eingeplant. Sicher ist hingegen, dass der Jahnsportplatz selbst saniert wird. Die Kosten dafür hat die Kreisverwaltung mit etwa 1,8 Millionen Euro geplant.

Quelle: SZ Kamenz, 18.12.2015

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